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iOS 8. Kommt im Herbst.

Aus der Sicht eines normalen Users ist es diesmal keine Revolution: im Gegensatz zu iOS 7 ist die neue Version 8 laut Apple eher eine Weiterentwicklung. Für Programmierer jedoch hat sich einiges verändert. Es sind etliche neue Features hinzugekommen, deren Auswirkungen in Form neu entwickelter APPs allerdings erst in Zukunft sichtbar sein werden. Verfügbar ist iOS 8 voraussichtlich ab Herbst 2014.

Design und Verbesserungen

Im Gegensatz zur Vorgängerversion ist das Design nicht wesentlich verändert. Es enthält Verbesserungen an Stellen, die nicht unbedingt sofort auffallen, aber das Erlebnis des Umgangs mit den Apple-Geräten als Ganzes flüssiger und angenehmer machen. Die schon bestehenden Funktionen sind an vielen Stellen optimiert worden; auch hier mit dem Gedanken, sie einfacher bedienen zu können.

Die neuen Funktionen

iPhone5s_HomeScreen-PRINT_200x357Selbstverständlich hat Apple wieder neue Funktionen eingebaut. Das sind zum Beispiel die Speicherung aller Arten von Dateien in der Cloud mit erweiterten Sharings, die umfassenden Optionen zur Bearbeitung von Fotos, ausgebaute Nachrichtenfeatures, die Health APP, welche Gesundheitsdaten zusammenfassend präsentiert, oder die Familienfreigabe. Schauen wir uns die wichtigsten Funktionen einmal an.

Nachrichten

Nachrichten an Freunde oder andere Personen können jetzt mit Sprachaufnahmen angereichert werden, die man selbst aufnehmen kann; oder man fügt selbsterstellte Videos hinzu. Mit einer Gruppenkonversation werden die Nachrichten mit mehreren Personen geteilt, beispielsweise mit der Familie oder mit den Kollegen, mit denen man gemeinsam an einem Projekt arbeitet. Zudem besteht die Möglichkeit, den augenblicklichen Standort mitzuteilen. Damit wird ein Facebook-ähnliches Gefühl der ständigen Verbundenheit in einer Gemeinschaft erzeugt.

Intelligente Tastatur

Die Bedienung der Tastatur ist intelligenter geworden. Das System berücksichtigt den Kontext und schlägt geeignete Wörter vor, um den Satz zu beenden. Auch ist eine automatische Erkennung des Inhalts eingebaut, mit der beispielsweise SMS und E-Mails unterschieden werden können. Dabei werden sowohl vorangegangene Konversationen als auch der individuelle Stil berücksichtig, der sich je nach  Ansprechpartner stark unterscheiden kann. Schließlich ist es ein Unterschied, ob man eine Mail an den Chef schreibt, oder eine informelle SMS an einen Freund schickt. Die Geprächsdaten sind sicher, da sie lokal auf dem Gerät bleiben. Die Texterkennung arbeitet in alle wichtigen Sprachen.

Tastaturen sind auch von anderen Anbietern verfügbar, denn Apple hat den Code für Entwickler geöffnet. Damit sind in Zukunft viele verschiedene Layouts und Funktionen möglich.

Familienfreigabe

Die Familienfreigabe ist eine Gruppe mit erweiterten Funktionen für bis zu sechs Familienmitglieder. Es ist möglich, die Einkäufe in iTunes, iBooks und App Store zu teilen, sodass sie von allen genutzt werden können. Dafür ist nur eine einzige Kreditkarte nötig, und Eltern können direkt auf dem Gerät ihr Einverständnis erklären, wenn die Kinder etwas kaufen wollen. Selbstverständlich können auch Fotos, Kalendern, Standorte und Weiteres geteilt werden. Passwörter oder Apple IDs braucht man dafür nicht.

Durch das Teilen von Standorten weiß man immer, wo die anderen sind. Dies ist vor allem eine interessante Funktionen für Eltern, die gerne wissen wollen, was die Kinder gerade machen. Apple hat aber eine Möglichkeit vorgesehen, den Standort zu verbergen. Im Übrigen ist es mit dieser Funktion auch möglich, verlorene Geräte zu lokalisieren, und einen Ton darauf abspielen zu lassen. So kann man solche Geräte auf einfache Weise wieder finden.

Safari

Safari KopieDie Tab-Ansicht von Safari, die auf dem iPhone schon implementiert war, ist jetzt auch auf dem iPad verfügbar. Die geöffneten Seiten und die Tabs sind gruppiert, und es gibt eine Seitenleiste mit den Lesezeichen, der Leseliste und den geteilten Links. Zudem kann die Tabansicht auch die Tabs von anderen Apple-Geräten anzeigen.

Health

Die APPs zur Messung von sportlichen Aktivitäten sowie andere Gesundheits- oder Fitness-APPs kommunizieren miteinander. Die Informationen werden in der Health APP auf einem Dashboard zusammengefasst angezeigt. Auf diese Weise gibt es eine permanente Übersicht über den Gesundheitsstand. Zudem kann man jederzeit kontrollieren, welche Daten von welcher APP benutzt werden können.

Es lässt sich ein Notfallpass erstellen, der vom Sperrbildschirm aus aufgerufen werden kann.

Integration

Mit den Apple Betriebssystemen iOS 8 und OS X Yosemite (für Mac) ist eine neue Art der Zusammenarbeit der Hardware möglich. Voraussetzung ist die Anmeldung der Geräte bei einem iCloud Account. Von nun an können Apps wie Mail, Safari, Pages, Numbers, Keynote, Karten, Nachrichten, Erinnerungen, Kalender oder Kontakte überall gemeinsam genutzt werden. Beispielsweise kann man mit iPad eine Website anschauen, dann das Gerät schließen, und anschließend mit dem iPhone an derselben Stelle weiter machen. Telefongespräche können anstatt mit dem iPhone auch mit dem iPad oder dem Mac angenommen werden, wenn sie sich in demselben Wlan befinden.

iCloud und Fotos

iPhone5s_iPadMini_PhotosMoments-PRINT-200x215Alle Dateien, egal welcher Art, können im iCloud Drive gespeichert werden, und stehen auf jedem damit verbundenen Apple-Gerät (auch Mac mit OS X Yosemite) und PC (ab Windows 7) zur Verfügung.

Fotos und Videos befinden sich ebenfalls in der Cloud und werden über die Photo-Mediathek verwaltet. Auch hier kann man von jedem System (iPhone, iPad, iPod Touch oder über das Web) darauf zugreifen und sieht überall dasselbe. Mit den neuen oder verbesserten APPs werden Fotos schneller gefunden als zuvor. Die Bearbeitung ist mit Automatikfunktionen ausgestattet, die direkt nach der Aufnahme eingesetzt werden können. Es ist aber auch möglich, die Fotos manuell zu verändern, wenn man etwas vertiefte Kenntnisse hat. Die Funktionen der Filter sind weiter verbessert worden, und es ist zudem möglich, Filter anderer Anbieter einzusetzen.

Die Kamera ist mit einen Zeitraffermodus ausgestattet, dessen Intervalle beliebig eingestellt werden können. Damit lassen sich beschleunigte Videos von Vorgängen erstellen, die man in der realen Welt so niemals sehen könnte.

Spotlight

Die Spotlight-Suche ist stark erweitert. Sie ist jetzt nicht mehr auf das Gerät beschränkt, sondern bezieht Kontext, Standort und Informationen aus dem Internet ein. Das Ergebnis ist, dass aktuelle Themen, Wikipedia-Artikel, Wegbeschreibungen oder gesuchte Waren in Online-Stores vorgeschlagen werden können. Auch arbeitet Spotlight mit Safari zusammen, sodass es die besten Treffer anzeigen kann.

Features für Entwickler

Für Entwickler ist iOS 8 laut Apple der größte Fortschritt seit Einführung des App Stores. Es soll mehr als 4000 neue APIs geben, die es ermöglichen, neue Funktionen und neue APPs zu programmieren. Zudem sind einige Technologien für die Entwicklung von Spielen dazu gekommen. Die interessantesten Features werden im Folgenden vorgestellt.

Health Kit

Wie beschrieben, zeigt die Health APP den Gesundheits- und Fitnessstand permanent an. Für Entwickler hat Apple das entsprechende Health Kit programmiert, das dazu benutzt wird, als Schnittstelle die Kommunikation zwischen den einzelnen APPs zu ermöglichen, die gespeicherten Gesundheitsdaten abzurufen und für die APP bereit zu stellen. Es damit ist die Voraussetzung dafür, dass die Health APP überhaupt als zentrale Übersicht funktionieren kann. In Zukunft werden Entwickler damit weitere APPs als Zulieferer für die Health APP erstellen.

Home Kit

Das Home Kit ist die Grundlage dafür, Geräte im Haus mit einer APP zu steuern, entweder über Display oder über Siri. Damit kann beispielsweise die Temperatur geregelt und das Licht bei Abwesenheit ein- und ausgeschaltet werden oder die Mikrowelle schon mal das Essen vorwärmen. Dabei hat Apple in naher Zukunft wohl nicht vor, eigene Geräte anzubieten, obwohl sie an einem entsprechenden Projekt arbeiten. Im Moment jedenfalls will man Herstellern ermöglichen, eigene Geräte zu entwickeln, die dann über das Home Kit-Protokoll angesprochen werden.

Zur Steuerung setzt Apple auch auf Siri. Wenn man iPhone oder iPad benutzt, und beispielsweise “Ich fahre jetzt nach Hause” sagt, könnten automatisch die Heizung heraufgefahren, die Fenster geschlossen und die Kaffeemaschine angestellt werden.

Es bestehen gute Aussichten, dass es Apple gelingt, das Home Kit als Standard zu etablieren.

Swift

Swift ist eine neue Programmiersprache, mit der das Schreiben von Code – laut Apple – interaktiv ist und Spaß macht, eine kurze Syntax hat und doch ausdrucksstark ist, und deren Anwendungen blitzschnell laufen. Mit anderen Worten: die Sprache ist einfacher und schneller als Objective-C (was weiter benutzt werden kann), und für Apple die Zukunft der APP-Programmierung. Zudem ist sie interaktiver als der Vorgänger. Mit der Playground Funktion kann man in Echtzeit sehen, wie eine Code-Veränderung sich auf die APP auswirkt.

Swift kann jetzt schon benutzt werden, aber die erstellten APPs laufen natürlich erst nach der Installation von iOS 8 (oder OS X Yosemite).

Das neue System

Obwohl wir erst die Beta-Versionen kennen, denken wir doch, dass es sich auf jeden Fall lohnt, ein Update auf die neue Version durchzuführen. Schon aus Sicherheitsgründen. Die neuen Features braucht man vielleicht nicht unbedingt, aber die neuen Möglichkeiten für Entwickler werden sich nach der Veröffentlichung von iOS 8 auch in neuen APPs manifestieren. Die damit verbundenen Features sollte man nicht versäumen.

iOS 8 ist geeignet für iPhone ab Version 4s, iPad ab Version 2, iPad mini/Air und iPod Touch (5. Gen.).

Sollten Sie sich fragen, was Sie beachten müssen, damit Ihre APP bereit für iOS 8 ist, stehen wir gerne für ein Beratungsgespräch zur Verfügung. Wir machen Ihre APP fit für das Update, sodass Sie alle Features mit dem neuen Betriebssystem nutzen können und nicht mit unerwarteten Fehlverhalten rechnen müssen.

Weitere Informationen zu iOS 8 finden Sie hier.

Kontakt

Besuchen Sie unsere Website, um weitere Informationen zu erhalten. Alternativ können Sie Herrn Moritz Biersack anrufen (089/1891 788 37), oder ihm eine Mail schicken (moritz.biersack(at)xinfo.de) – er wird sich dann bei Ihnen melden.