Mit Spannung wird im März der nächste Coup von Apple erwartet – die Apple Watch. Doch wird diese ein eben so großer Erfolg wie die anderen Produkte des Technologieriesen? Und läutet die Markteinführung den Siegeszug von Wearables in 2015 ein?

Gefragte Wearables

Bereits jetzt sind verschiedene Wearables erhältlich: Smartwatches und Fitness-Armbänder gehören bisher zu den erfolgreichsten unter ihnen. Ebenfalls sehr bekannt ist die Datenbrille Google Glass. Der Verkauf der Entwickler-Version wurde zuletzt von Google gestoppt, um das Projekt in einem eigenen Bereich weiterzuführen. Dies wurde als Schritt in Richtung eines massentauglichen Produkts verkündet, macht das schnelle Erscheinen der Brille aber nicht unbedingt wahrscheinlicher.

Das nächste große Ding?

Vorerst wartet alles auf den Verkaufsstart der Apple Watch, welcher für März erwartet wird. Optimistische Schätzungen gehen davon aus, dass Apple im ersten Jahr 30 Millionen Stück der intelligenten Uhr verkaufen wird. Die Erfolgsaussichten sind jedoch umstritten. So halten viele den Funktionsumfang des 350,- Dollar teuren Produkts für zu gering. Mit den Funktionen Fitnesstracking – inklusive Pulsmessung – und Payment – basierend auf Apple Pay -, verfügt die Smartwatch aber über einige mögliche Killer-Features. Auch der Lifestyle-Bonus durch das Apple-Image sollte nicht unterschätzt werden. Die wechselbaren Armbänder und verschiedenen Varianten sprechen eine Zielgruppe an, die vor allem an Individualität und am Prestige-Wert interessiert ist. Letztendlich werden die Verkaufszahlen das Maß der Dinge sein und die Erwartungen entweder bestätigen oder enttäuschen.

Fitness-Tracker und Payment

Neben den Smartwatches gibt es noch die reinen Fitness-Armbänder, die inzwischen weit verbreitet sind. Diese ermöglichen es, die Aktivität des Trägers über den Tag hinweg zu verfolgen und auszuwerten. Damit sprechen sie speziell das Bedürfnis nach einem gesünderen Leben an. Oder eben das Bestreben des Quantified Self – sprich sich selbst zu überwachen und dadurch zu optimieren.

Einen neuen Weg geht Wirecard mit seinem “Payment Wearable”, welches gerade vorgestellt wurde. Dies ist ein schlichtes Armband, mit dem an NFC-Terminals gezahlt werden kann. Der kleine Bildschirm oder das verknüpfte Smartphone zeigt die Transaktion an. Ebenfalls werden Loyalty Programme unterstützt, bei denen der Kunde z.B. beim Betreten eines Shops Bonuspunkte bekommt.

Anwendungen in der Industrie

Wearables sind aber nicht nur für den privaten Gebrauch interessant. Wie in einem unserer Artikel beschrieben, gibt es auch für industrielle Anwendungen ein großes Potential. Vor allem bei der Reparatur von Maschinen und bei der Anzeige von wichtigen Daten aus der Produktion könnten am Körper getragene Geräte hilfreich sein. Zum Beispiel lassen sich Daten über Werkzeugwechsel und über Stillstandszeiten auf einer Smartwatch anzeigen. 

Datenschutz

Im Zusammenhang mit Wearables spielt auch das Thema Datensicherheit eine wichtige Rolle. Der Nutzer wird durch die Technologien und Anwendungen transparenter. Das stellt für viele Firmen einen enormen Vorteil dar. Sie können damit genauere Kundenprofile schaffen und Anzeigen gezielter schalten. Der Anwender jedoch hat ein berechtigtes Interesse an seinen Daten und seiner Privatsphäre. Diesem Interesse müssen die Hersteller und Entwickler gerecht werden, da die Produkte sonst kaum auf Gegenliebe stoßen. Das hat etwa Google Glass gezeigt, welche bereits vor dem Erscheinen aus Datenschutzbedenken in Verruf geraten ist. Werden diese Aspekte beachtet, muss auf der anderen Seite ein ausreichender Nutzen für den Anwender da sein, der groß genug ist, dass er bestimmte Informationen von sich preis gibt.

Fazit

Ob sich Wearables noch in diesem Jahr durchsetzen ist schwer vorher zu sagen. Es ist aber ein Fakt, dass die Technologisierung unseres Alltags voran schreitet. Digitale Geräte werden mehr und mehr mit unserem Leben verschmelzen. Während wir früher nur am PC auf das Internet zugreifen konnten, haben wir jetzt ständig unser Smartphone zur Verfügung. Da wir davon getrieben sind, Informationen immer schneller und leichter abrufen zu können, werden Geräte erfolgreich sein, die dies ermöglichen. Wenn sie einen echten Mehrwert bieten, ist die Verbreitung von tragbaren Technologien nur eine Frage der Zeit.

XINFO entwickelt individuelle Software für unterschiedlichste Plattformen. Erste Anwendungen für Smartwatches wurden bereits umgesetzt. Dazu gehört z.B. eine Uhr, die bei Problemen in der Fertigung Alarm schlägt.

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Bild: Apple