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Die Anpassungen der Produktion in einer Smart Factory nach den Prinzipien von Industrie 4.0 bestehen darin, dass eine dezentrale Intelligenz sowie die Fähigkeit zur Selbststeuerung in die Fertigungsmaschinen eingebaut sind. Zudem sind die Maschinen miteinander vernetzt. Dadurch ergibt sich die hohe Flexibilität und die Fehlertoleranz des Fertigungsprozesses.

Automatisierung_Schichten_02Traditionelle Arten der Vernetzung  können diese Prinzipien aber nicht genügend unterstützen, weil sie zen­tra­lis­tisch organisiert sind. Egal welche Topologie gewählt wird – immer sind die Fertigungsmaschinen mit den Steuerungssystemen (SCADA, SPS) verbunden, diese mit dem Manufacturing Execution System (MES) und dieses wiederum mit dem Enterprise Ressource Management (ERP) System auf der obersten Ebene. Die Steuerbefehle kommen von oben; die Ergebnisse werden detailliert zurückgemeldet und an die richtige Ebene weiter gereicht.

Solche Systeme müssen sehr viele Daten verarbeiten und sich genau an die festgelegten Regeln halten. Damit sind sie zwar unverzichtbar, aber auch starr und wenig flexibel. Das heißt: sie sind den zentralen Prinzipien von Industrie 4.0 entgegengesetzt.

Deshalb ist es in Zukunft wahrscheinlich, dass zumindest auf der Produktionsebene nicht-zentralistische Topologien eingesetzt werden. Denn die Produktionssysteme (die CPPS) haben durch ihre eingebaute Intelligenz die Fähigkeit zur Selbststeuerung. Auf die damit verbundenen Vorteile und Möglichkeiten zur Kostensenkung wird niemand verzichten wollen, nur weil das alte Netzwerk in der Vergangenheit so gut funktioniert hat.

Hannover Messe Industrie 4.0
Wir haben uns auf der diesjährigen Hannover Messe, der größten Industriemesse der Welt, umgesehen und uns speziell zum Thema Industrie 4.0 informiert.
 
Alles redet von Industrie 4.0
Die Hannover Messe hat der „Digital Factory“ einen eigenen Themenschwerpunkt gewidmet. In eineinhalb Hallen wurden speziell Lösungen zu diesem Thema präsentiert. Aber auch in den anderen Messebereichen war Industrie 4.0 allgegenwärtig.
 
Zu den Firmen, die Neuerungen zur digitalen Fabrik zeigten, gehörten klassische Maschinenbauer, Technologieunternehmen, Software-Firmen und Spezialanbieter. Darunter so namhafte Unternehmen wie Siemens, Bosch, Microsoft, T-Systems oder Accenture.
 
Man erkennt, welche Relevanz das Thema Industrie 4.0 gewonnen hat und welche Chancen damit verknüpft werden: Produktivitätssteigerung, höhere Flexibilität, Individualisierung, und nicht zuletzt die Festigung der deutschen Industrie im globalen Wettstreit.
 

Unser Redakteur Ralf Wienken hat einen Artikel zu „Künstlicher Intelligenz: Ein Mythos als Religion“ veröffentlicht.

Darin geht es darum, dass es seit Jahrhunderten eine große Angst gibt: Künstliche Intelligenz in Maschinen könnte Bewusstsein entwickeln und eines Tages aus rein rationalen Gründen keine Menschen mehr wollen – und dann unsere Zivilisation auslöschen. Davor aber müssen wir keine Angst haben. Maschinen werden in absehbarer Zeit keine menschlichen Eigenschaften entwickeln.

Sie finden den Artikel auf der t3n-Website: http://t3n.de/news/kuenstliche-intelligenz-mythos-591964/.

Bei jeder Einführung von Großtechnik gibt es Fehlersituationen, die erst im Betrieb sichtbar werden. In solchen Situationen ist das betriebliche Planungssystem oft hilflos, und simples Sich Durchwurschteln hilft nur kurzfristig. Industrie 4.0 enthält Prinzipien, die dazu geeignet sind, mit solchen Fehlern umzugehen.

Das Internet der Dinge ist eines der Trendthemen im Jahr 2014, mit denen sich auch XINFO beschäftigt. Mit diesem Begriff bezeichnet man die Tatsache, dass immer mehr Objekte (Dinge) netzwerkfähig werden und mit dem Internet verbunden sind.

Solche Objekte können Lebewesen oder Maschinen (technische Objekte) sein, die Daten über ein Netzwerk austauschen. Lebewesen sind zum Beispiel Menschen, die Google Glass benutzen oder mit einem vernetzten Herzschrittmacher ausgestattet sind, oder auch Tiere auf einem Bauernhof, die einen implantierten Transponder tragen. Ein Beispiel für vernetzte technische Objekte sind Sensoren in Autos, die GPS-Informationen dafür nutzen, dem Federungssystem fast in Echtzeit die günstigste Einstellung mitzuteilen.